Schillers Locke

Schillers Bild


Und was gibt es in den Sendepausen?

Ein Schillerbild …

Schiller-Portrait
Anton Graff:
Portrait Friedrich Schiller (1785)
Siehe aber auch: in-fluenz.de

… und ein zeitgenössisches Familien-Fotoalbum …

Fotoalbum
laden zum Betrachten und Verwundern ein. Schon interessant, wer alles unterwegs war mit unserem Helden!


Gar nichts geht aber übers „live dabei“ sein!

Schillers Geburtshaus in Marbach bietet einen Blick in das Zimmer, in dem Johann Christoph Friedrich am 10. November 1759 geboren wurde!
Per Webcam, alle 2 Sekunden neu, jedenfalls zwischen 9 Uhr und 17 Uhr! Ist das nicht großartig?! Hier der Link: zum andächtigen Selberkucken!

Und Schiller im Film: gibts auch!

Dass uns das bis heute verborgen geblieben ist! Fast Unentschuldbar!
Es Schillert auch auf Zelluloid, am langen Meter. Und zwar sowohl alt und Schwarz/Weiß als auch neu und bunt!

Friedrich Schiller – Triumph eines Genies
ist der Titel eines Filmes von 1940. Den gibt es seit einiger Zeit auf DVD zu kaufen (Klick aufs Bild :-).
Vielleicht trifft ja zu, was der (eine-Sterne-)Amazon-Rezensent „Cajetan“ unter der Überschrift „Ein Unterhaltungsfilm abseits der historischen Lauterkeit“ 2007 schrieb:
Dieser Film aus dem Jahre 1940 erinnert stark an den ersten deutschen Stummfilm zu diesem Thema, erschienen im Jahre 1923 („Friedrich Schiller – eine Dichterjugend“ von Curt Goetz). „Triumph eines Genies“ enthält exakt dieselben Fehler, Vorurteile, Handlungsabläufe und Plattheiten – und wirkt daher wie abgekupfert. Die Darstellungen der Hohen Karlsschule sowie vieler Persönlichkeiten sind reine Karrikaturen und werden der historischen Wirklichkeit leider nicht gerecht. Ergo: reine Unterhaltung. So wollte man zu besagter Zeit wohl „einfachen“ Bürgern (oder wen man dafür hielt) ein nationales Idol vermitteln. Zu diesem Zweck werden alle gängigen Klischees bedient.
Erfreulich ist, dass 1940 an den Originalschauplätzen gedreht wurde – weshalb man die Chance hat, sich hier die (kurze Zeit später im Krieg zerstörte) Hohe Karlsschule anzusehen, in der der junge Schiller viele Jahre verbrachte und der er die humanistische Bildung verdankte, die Grundlage seiner Schriftstellertätigkeit werden sollte.
Ein Lob für die technische Aufbereitung: Die digitale Restaurierung der Schwarzweißfassung ist perfekt gelungen. Der Film wirkt dadurch fast „wie neu“.


Schiller
ein Spielfilm zu Schillers 200. Todesjahr 2005. Ein Jahr später als DVD herausgekommen (mehr bei Klick aufs Bild :-).
Der (fünf-Sterne-)Rezensent „sonaleu“ schrieb 2005 unter der Überschrift „Glaubhaftes Bild des jungen Schiller“:
„Frei nach Motiven aus dem Leben von Friedrich Schiller“ heisst es im Vorspann dieses 90-minütigen Filmes. Dies lässt erstmal nicht Gutes erahnen, man kennt ja diese Spielfilme, wo einem rund um eine Figur berühmten Namens unglaubwürdige Klischeebilder und Kitsch serviert wird.
Hier jedoch ist es anders. Ganz so, wie sich Schiller selber der Geschichte „als Magazin“ bedient hat, das ihm Stoff zur Darstellung seiner Ideen liefert, so wird uns hier eine „Idee“ vom jungen Menschen Schiller näher gebracht, indem sich die Drehbuchschreiber der Motive aus Schillers Leben bedienen und diese zu einem überzeugenden Gesamtbild zusammen setzen. Es entspricht tatsächlich nicht alles exakt den biographischen Gegebenheiten – die berühmte „Ode an die Freude“, um nur ein Beispiel zu nennen, entstand in anderen Zusammenhang als uns hier im Film gezeigt wird – aber das Bild, die Vorstellung des jungen Schiller als ungestümer, getriebener, unruhiger Mensch, der sich seiner Grösse bewusst ist, seinem bereits geschwächten Körper ein Maximum an Leistung abzwingt und der seinen Platz in der Gesellschaft nicht finden kann, wird durch das geschickte Drehbuch, durch die Regie und vor allem durch Schweighöfers grandiose Darstellung glaubhaft vermittelt. So könnte der junge Schiller gewesen sein, so glaubt man ihn auch aus seinen frühen Werken und Zeitzeugnissen erkennen zu können. Dazu kommt, dass das Zeitkolorith (Kleidung, Einrichtungen, hygienische Verhältnisse etc) durchaus historisch genau gezeichnet werden und sämtliche Darsteller glaubwürdig wirken. Insgesamt: ein glaubhaftes Bild des jungen Stürmer und Dränger Schiller.